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Title Augen ohne Gesicht
Originaltitle: Les Yeux sans visage
Regie: Georges Franju
Darsteller: Pierre Brasseur, Alida Valli, Juliette Mayniel, Alexandre Rignault, Edith Scob
Erscheinungsjahr: 1960
Land: Frankreich
Stichwort: Epilepsie*, EEG, Transplantation
Release: 00.00.0000

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Handlung
Der Chirurg Dr. Génessier versucht seiner Tochter Christiane wieder ein heiles Gesicht zu schaffen, nachdem dieses durch einen von ihm verschuldeten Unfall extrem entstellt wurde. Er benutzt dafür die Gesichtshaut einer von ihm ermordeten jungen Frauen. Was dem Arzt bei Hunden gelingt, misslingt am Menschen. Genessier gibt aber nicht auf. Nachdem Christiane zunächst dem Verbrechen zustimmt, veranlasst sie erst die Flucht des neuen Opofers und dann die Attacke der eingesperrten Hunde, die ihren Vater zerfleischen.


Weitere Info
Um die Eignung zur Operation eines seiner Opfer zu prüfen, lässt Genessier ein Elektroenzephalogramm ableiten, dass perfekt in die gesamte, beeindruckende Horrorszenerie des Films passt. Medizinisch erscheint das EEG unsinnig und es zeitigt auch keine Folgen. Von Epilepsie ist nicht die Rede, aber die beeindruckende Szenerie nutzt gewisse Zuschauererwartung zu "Gehirnstromableitungen", wie sie z.B. auch - diesmal mit Epilepsie-Diagnose - in "The Exorcist" bedient werden. Die Szene steht der Horrordarstellung der Gesichtshautablösung in nichts nach.

Als „Augen ohne Gesicht“ 1960 auf dem Edinburgh Film Festival lief, fielen sieben Zuschauer in Ohnmacht. Woraufhin Regisseur Georges Franju spottete: „Jetzt weiß ich, warum in Schottland auch die Herren Röcke tragen!“ Was bis heute an dem französischen Horrorfilm schockiert, ist sein schonungslos-präziser Blick auf das Ungeheuerliche. Diesen Blick hatte sich Franju in seinen Dokumentarfilmen über Schlachthöfe und Invalidenheime angeeignet. Doch auch dort finden sich bereits die tiefe Menschlichkeit und die poetischen Bildkompositionen, die „Augen ohne Gesicht“ auszeichnen.
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Das Drehbuch schrieb das Autorenduo Boileau-Narcejac, das zuvor die Romanvorlagen zu „Die Teuflischen“ und „Vertigo“ geliefert hatte. Arte zeigt das dunkle Märchen in der alten deutschen Kinoversion „Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff“ (im Original heißt der Chirurg Génessier!), aber inklusive damals gekürzter, nun untertitelter Szenen. (Zitat ohne Herkunftsangabe)



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